Originale

Hans Hummel, Zitronenjette – und ein Original von Ladage


Hamburger Originale Ladage & Oelke und Hamburg – untrennbar verbunden

Mit etwas Stolz können wir behaupten, dass wir mittlerweile ein echtes Stück Hamburg sind. Wir haben bereits Generationen von „Pfeffersäcken“ eingekleidet, sind wohl als letztes verbliebenes Geschäft am Neuen Wall noch „Erstbezug“ und für viele Besucher unserer schönen Stadt ein lebendiges Zeugnis der berühmt-berüchtigten Hamburger Kaufmannstradition. Hört sich gut an – aber wir sind kein Museum. Denn da sind noch unsere Kunden, viele von ihnen echte „Originale“ mit ganz eigenem Stil, die wiederum eine Leidenschaft für eben solche Produkte hegen. Sie sind es, die unseren Dufflecoat weit über Hamburgs Grenzen hinaus berühmt gemacht haben. Sie sind es, die auch im neuen Jahrtausend liebend gerne Knickerbocker als Beinkleid wählen oder mit stilistischer Verve schottischen Kilt tragen, gerade auch als Herren-Variante. So sind dann inzwischen auch manche unserer Produkte unverwüstliche Originale geworden.

Dufflecoat Seit Jahrzehnten ein Klassiker

Wohl kein Kleidungsstück wird mehr mit Ladage & Oelke in Verbindung gebracht als der Dufflecoat. Generationen von Hamburgern und Nicht-Hamburgern hielt er bei Wind und Wetter warm. Ziemlich sicher ist allerdings, dass sein berühmtester Träger, Feldmarschall Bernhard Montgomery, seinen Dufflecoat in der Farbe Camel (auch Monty Coat genannt) nicht in unserem Hause erwarb. Dennoch – er hätte ihn bekommen. Was weithin als der britischste aller Mäntel gilt, wurde in der belgischen Stadt Duffel ersonnen. Seinen Siegeszug trat er dann aber auf den britischen Inseln und in Frankreich an.

Für die anglophilen Hamburger war dieses Kleidungstück (hier vorzugsweise und selbstverständlich in Farbe Blau) eine sportliche Ergänzung ihrer maritimen Garderobe. Bis zum heutigen Tage ist der Winter bei uns Dufflecoat-Saison. Die Großeltern wollen einen Hamburger Mantel für ihr Enkelkind, junge Menschen schreiten auf den Spuren ihrer Eltern oder gerade jene wollen nach dreißig Jahren endlich das gute Stück in neu.

Die Palette der Stoffe hat sich in den letzten Jahren sogar erweitert. Zu den schweren, extrem langlebigen Webungen aus Loden und Cheviot kamen nun auch leichtere Wollstoffe mit Alpakaanteil in interessanter Fischgrat-Optik.

Gerne stehen wir Ihnen für eine fachkundige Beratung in Sachen Dufflecoat zur Verfügung!


Knickerbocker Extravaganter Stil

Die Knickerbocker (engl. Knickerbockers) verdanken Ihrem Namen dem 1809 erschienenen Roman „Humorous History of New York“ des amerikanischen Schriftstellers Washington Irving, der sich das Pseudonym Dietrich Knickerbocker zugelegt hatte. Die Hauptfigur des Werkes, Jansen Knickerbocker, zählte zu den ersten holländischen Siedlern New Yorks und trug traditionell „Schlumperhose“. Daraus entwickelte sich die engere Kniebundhose und gegen Ende des 19. Jahrhunderts trug man diese Hosenform zum Radfahren und Wandern, später in etwas weiterer Form auch beim Golfsport. Kombiniert wurden sie gerne mit sportiver Norfolkjacke oder Pullunder.

Auch heute sind diese Beinkleider noch Bestandteil der anglophilen Freizeitgarderobe. Korrekt getragen wird sie wadenlang, der Umschlag vom Überfall des Stoffes verdeckt, mit leicht nach hinten versetzten Seitennähten. Rustikal aus Tweed oder luftig-leicht aus Leinen für warme Sommertage, vollendet kombiniert mit der passenden Oberbekleidung und gekonnt ausgewählten Accessoires ist diese seltene Hosenform besonders in unserer modernen Zeit ein stilistischer Hingucker.


Kilt Alles andere als kleinkariert

Der Kilt gehört zu Schottland wie Whisky, Heide und Dudelsack. Und um es klarzustellen: Ein Kilt ist für einen waschechten Schotten (und diejenigen, die es gerne wären) niemals ein Rock! Der Schottenrock entstand aus dem great belted plaid, einem großen Stück Wollstoff, das im 16. Jahrhundert mittels Gürtel kunstvoll zu einer frühen Version des faltenreichen Kilts gewickelt wurde. Gleichzeitig diente es als Decke, wenn die Nacht mal wieder unter freiem Himmel verbracht werden musste. Die jeweiligen Tartans (Karomuster) verrieten viel über die Gesellschaftsschicht und Herkunftsregion des Trägers. Je bunter der Tartan, desto wohlhabender war sein Besitzer. Entgegen der Annahme ist am Tartan nicht sofort ein bestimmter Clan erkennbar, sondern eher bestimmte Regionen, Orte oder Stände. Je nach Anlass wurden unterschiedliche Muster getragen. Für einen waschechten Kilt werden rund sieben Meter Stoff benötigt. Heute wird der Kilt fast nur noch an Festtagen angelegt. Die weibliche Version des Schottenrockes wird übrigens als „kilted skirt“ bezeichnet und ist strenggenommen kein Kilt – aber ein Rock.


Tweed

Der Tweed ist wohl der einzige „tragbare“ Schreibfehler der Welt. Ursprünglich als „Tweel“ bezeichnet, unterlief einem Londoner Kontoristen bei der Bestellung eben jener britischen Stoffspezialität ein fast schon historischer Schreibfehler, als er ein Stück „Tweed“ bestellte. Eine textile Legende war geboren. Tweed gibt es in vielen verschiedenen Arten, von Harris Tweed bis Donegal oder Saxony. Die Beliebtheit dieses rauen Materials ist auch heute noch ungebrochen – genauso wie unsere Leidenschaft für diese wunderbare Art Tuch. Tweed-Anzüge, Tweed-Knickerbocker, Tweed-Westen, Tweed-Binder und natürlich das obligatorische Tweed-Sakko warten auf Sie.